Elektrisch mobil in Oldenburg

Konzepte der Stadt Oldenburg zur Elektromobilität

Die Elektromobilität als Ganzes ist eines der Schlüsselthemen bei der erfolgreichen Ausgestaltung der Verkehrswende. Wie unter Klimabilanz und Hintergrundwissen zur Elektromobilität » und auf der Startseite zur Elektromobilität in Oldenburg » aufgeführt, ist der einfache Austausch der Antriebstechnik bei Personenkraftwagen ohne weitere verkehrsplanerische Ansätze nicht nachhaltig. Zur Einhaltung sämtlicher Klimaschutzverpflichtungen ist die zügige Begrenzung von Emissionen im Verkehrsbereich zwingend erforderlich. Um hierbei auf kommunaler Ebene die meisten Synergieeffekte nutzen zu können, muss der Auf- und Ausbau der Elektromobilität in Oldenburg in einem gesamtstädtischen Planungskontext erfolgen. Grundlage aller Maßnahmen ist der Strategieplan Mobilität und Verkehr für Oldenburg (smv2025) » und seine bereits vom Rat der Stadt Oldenburg im August 2018 beschlossene Fortschreibung » (PDF, 131 KB)

Zu den Zielsetzungen und Maßnahmen des fortgeschriebenen Strategieplans Mobilität und Verkehr 2025 gehören im Bereich Elektromobilität die beiden folgenden Konzepte:

Konzept für eine E-Mobilstation in Oldenburg

Als Pilotprojekt mit Signalwirkung soll an einem für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Oldenburg sowie für die Allgemeinheit günstig gelegenen Standort eine E-Mobilstation entstehen, die die Wahrnehmung des Themas der Elektromobilität steigert und die Vorteile für die Nutzerinnen und Nutzer erfahrbar macht.

Die Station wird einerseits Lademöglichkeiten und Platz für Elektroautos bieten, die für eine dienstliche Nutzung und für das Elektrocarsharing sowie der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Daneben sollen Lade- und gesicherte Abstellmöglichkeiten für Pedelecs geschaffen werden, die für eine dienstliche Nutzung der dort vorhandenen städtischen Dienststellen zur Verfügung stehen. Ein öffentlicher Pedelec-Verleih mit Ergänzung eines Elektrolastenrads wird zudem in Betracht gezogen. Es ist eine Überdachung der E-Mobilstation beispielsweise in Form eines Carports vorgesehen, der gegebenenfalls mit Solarpanels ausgestattet werden soll. Die Dimensionierung richtet sich nach den individuellen Besonderheiten des Standorts und technischer Ausstattung. Da es sich hierbei um ein Projekt mit innovativem Charakter handelt, soll die Planung modellhaft und damit auf andere zukünftige Projekte anwendbar sein.

Das Konzept wurde im Herbst 2018 vergeben und soll im ersten Quartal 2020 veröffentlicht werden.

Näheres zum Projekt finden Sie im beigefügten Faktenblatt zum Konzept für eine E-Mobilstation in Oldenburg » (PDF, 215 KB) oder in der Präsentation aus Dezember 2019 » (PDF, 2.500 KB).

Das Projekt „Konzept für eine Elektromobilitätsstation – Stadt Oldenburg (Oldb)“ Forschungsvorhaben: 03EMK205 wurde im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität vor Ort mit insgesamt 44.268 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung wurde von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert. 

E-Mobiles Oldenburg (EMO) Konzept

Es ist in erster Linie Aufgabe der Kommunen, die Strukturen für die Entwicklung der Elektromobilität zu schaffen, um ihre flächendeckende Einführung zu unterstützen und die bestehenden Hürden zur Einführung zu überwinden oder auszugleichen. In der Stadt Oldenburg wurden bereits verschiedene Einzelmaßnahmen umgesetzt, um den Anteil von Elektrofahrzeugen zu erhöhen, jedoch fehlt noch ein umfassendes Konzept. Damit der Ausbau der Elektromobilität in der Stadt Oldenburg also ein Erfolg wird und Fehlinvestitionen vermieden werden, benötigt die Stadt ein Konzept, das die Potenziale, den Bedarf und die Chancen im Bereich der Elektromobilität aufzeigt.

Es soll umsetzungsorientiert sein und konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmen zur Steigerung der Nutzung von Elektromobilität in den Bereichen kommunaler Verkehr, Mobilität im Quartier und ÖPNV enthalten. Die Schwerpunkte des Elektromobilitätskonzeptes wurden im Rahmen eines Expertenworkshops festgesetzt, sie umfassen folgende Bereiche:

  • Sensibilisierung, Kommunikation und Beratung
  • Elektrifizierung des kommunalen Fuhrparks
  • Unterstützung der gewerblichen Unternehmen bei der Elektrifizierung ihres Fuhrparks
  • Mobilität im Quartier
  • Abschätzung von Potenzialen bei der Elektrifizierung von ÖPNV Flotten

Bei der Erstellung des Elektromobilitätskonzeptes stehen drei Ziele im Vordergrund:

  1. Steigerung der Akzeptanz von elektrisch betriebenen Fahrzeugen bei verschiedenen Akteursgruppen
  2. Erhöhung der Nutzung von Elektrofahrzeugen vorrangig im gewerblichen und kommunalen Bereich
  3. Aufzeigen umweltfreundlicher Mobilitätslösungen für die Stadt Oldenburg

Das Konzept wurde im Herbst 2019 vergeben und soll im Winter 2020/21 veröffentlicht werden.

Das laufende Projekt „Elektromobilitätskonzept – Stadt Oldenburg (Oldb)“ Förderkennzeichen: 03EMK3057 wird im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität vor Ort mit insgesamt 92.787 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung wird von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert. 

Sie haben Fragen rund um das Thema Elektromobilität in Oldenburg?

Bei Interesse an einem persönlichen Gespräch zum Thema setzen Sie sich bitte mit dem Fachdienst Verkehrsplanung der Stadt Oldenburg in Verbindung:

Industriestraße 1g
26121 Oldenburg

Karsten Everth, Telefon: 0441 235-4625, E-Mail: karsten.everth(at)stadt-oldenburg.de
Dörthe Johannes, Telefon: 0441 235-3689, E-Mail: doerthe.johannes(at)stadt-oldenburg.de