Krogmann: „Wichtige Bestätigung des lokalen Engagements für eine globale Sache“

Oldenburg bleibt auch 2021 „Fairtrade-Stadt“

Die Stadt Oldenburg erfüllt auch 2021 alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Erstmalig wurde Oldenburg die Auszeichnung im Jahr 2019 » durch TransFair e. V. verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus. Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann freut sich über die Titelerneuerung und sieht darin „eine wichtige Bestätigung des lokalen Engagements für eine globale Sache.“

Über 750 Fairtrade-Städte gibt es inzwischen in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Kommunen in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Was die Stadt Oldenburg dazu bewogen hatte, sich vor zwei Jahren erstmals auf den Titel zu bewerben, erläutert Jannika Mumme: „Unsere Kaufentscheidungen vor Ort haben einen Einfluss darauf, wie es Mensch und Umwelt entlang globaler Lieferketten ergeht“, so die städtische Mitarbeiterin und eine der Koordinatorinnen der Oldenburger Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt. „Da braucht es faire und partnerschaftliche Handelsstrukturen, wie sie der Faire Handel zum Ziel hat.“

Gute Zusammenarbeit zur Erfüllung der fünf Kriterien notwendig

Der Titel Fairtrade-Stadt wird durch den gemeinnützigen Verein TransFair e. V. verliehen. Um ihn zu erhalten, sind durch Kommunen nachweislich fünf Kriterien zu erfüllen: Es gibt einen Ratsbeschluss zur Unterstützung der Fairtrade-Towns Kampagne, eine Steuerungsgruppe koordiniert die lokalen Aktivitäten, in Geschäften und Gastronomiebetrieben werden Produkte aus Fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Informations- und Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort. Die Kampagne ist somit ein schönes Beispiel dafür, wie sich lokale Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für ein gemeinsames, nachhaltiges Ziel zusammentun.

„Dieses Zusammenspiel ist sehr wichtig, ebenso wie der Einsatz der vielen ehrenamtlich Engagierten“, so Canan Barski, Eine-Welt-Promotorin im Ökumenischen Zentrum Oldenburg e. V. (ÖZO), die gemeinsam mit Jannika Mumme die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt koordiniert. „Daher gründete sich 2018 das Aktionsbündnis ‚Oldenburg handelt fair‘, das ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger, lokale Unternehmen, Schulen, Vereine, öffentliche und kirchliche Einrichtungen vereint. Wir beraten, informieren und organisieren Veranstaltungen rund um den Fairen Handel, um das Thema präsenter zu machen.“

Oldenburg fairwandeln in der Fairen Woche 2021

Ein buntes Programm erwartet Oldenburg auch dieses Jahr wieder anlässlich der bundesweiten Fairen Woche. Unter dem Motto „Oldenburg fairwandeln“ wird es beispielsweise im Aktionszeitraum 10. bis 30. September 2021 ein Quiz mit fairen Gewinnen geben, am 20. September einen Fairen Spaziergang durch die Oldenburger Innenstadt und am 28. September eine Filmvorführung im cine k.

Mehr Informationen zu allen Aktionen auf der Website von „Oldenburg handelt fair“ ».