Lothar Schneider

hat seine Schulzeit in Esslingen/Neckar verbracht und dort seine ersten musikalischen Erfahrungen in schwäbischen Akkordeon-Orchestern und als Tanzmusiker gemacht.

Nach dem Abitur und einer kaufmännischen Ausbildung, entdeckte er seine Liebe zur Musik und die vielfältigen Möglichkeiten des Akkordeons neu und studierte schließlich bei der japanischen Akkordeonistin Mie Miki am Duisburger Institut der Folkwanghochschule für Musik Essen. Seine Abschlussprüfung bestand er mit Auszeichnung.

Seit 1992 unterrichtet er an der Musikschule der Stadt Oldenburg das Fach Akkordeon. Er spielt mit jungen Akkordeonistinnen und Akkordeonisten ab der 2. Schulklasse, unterrichtet Teenager auf dem Einzelton-Akkordeon, hilft ihnen beim Akkordspiel in den Schulbands, spielt mit seinen Schülerinnen und Schülern Musette-Walzer und Balkanmusik, hilft den erwachsenen Wiedereinsteigern und Neubeginnern bei ihren speziellen Vorstellungen, berät den Leiter des Akkordeon-Orchesters, bereitet auf Aufnahmeprüfungen an den verschiedenen Hochschulen vor, spielt Rockmusik auf dem Akkordeon mit Jugendlichen und Mozart-Streichquartette mit seinem Ensemble.

Im Schuljahr 2012/13 war er ein ganzes Jahr zu einem privaten Studienaufenthalt in Buenos Aires / Argentinien - des Tango wegens. Ihn hat er zur Jahrtausendwende zunächst als Tänzer kennengelernt. In Buenos Aires nahm Schneider bei Rodolfo Mederos und Daniel Binelli, zwei der angesagtesten argentinischen Bandoneonisten, Unterricht, spielte mit vielen Tangomusikern zusammen, war auf unzähligen Konzerten und vertiefte so sein Verständnis von dem, was Tango ist. Leidenschaftlich gern spielt er heute Programme aus seinem Repertoire an original argentinischen Tangos auf seinem Akkordeon.

Während eines zweiten Aufenthaltes in Buenos Aires im Jahr 2017 nutzte er die unwahrscheinlich kreaktive Atmosphäre der Stadt um die GOLDBERG-VARIATIONEN von Johann Sebastian Bach zu studieren und einzuspielen.

Heute gibt er Solo-Konzerte mit der Musik von Johann Sebastian Bach, spielt im Oldenburgischen Staatsorchester, bei den Bremer Philharmonikern und war mit der Kammerphilharmonie Bremen auf Tournée, spielt als Theatermusiker in den umliegenden Häusern und ist als Studiomusiker aktiv. Daneben arbeitet er mit anderen Musikern und Komponisten, mit Malern, Schauspielern und Tänzern in unterschiedlichen Formationen zusammen.

„Von der Musik geht eine unwahrscheinliche Kraft aus – sie möchte ich gern meine Schülerinnen und Schüler spüren lassen.“