Dinescu, Violeta

Violeta Dinescu; Foto: Nicolae Manolache©Nicolae Manolache
Presuhnstraße 39
26133 Oldenburg
Tel: 0441 42979
Fax: 0441 9490455

violeta.dinescu(at)uni-oldenburg.de

Genres:

  • Neue Musik

Vita

Violeta Dinescu (geboren 1953 in Bukarest) sog schon als Kind die Klänge ihrer Heimat auf und versuchte sie auf dem Klavier nachzuspielen. Nach ihrem Abitur mit physikalisch-mathematischem Schwerpunkt wandte sie sich folgerichtig ganz der Musik zu und studierte zwischen 1972 und 1976 am Bukarester Ciprian-Porumbescu-Konservatorium Klavier, Komposition und Musikpädagogik. Anschließend erhielt sie ein Jahr lang intensiven Kompositionsunterricht bei Myriam Marbe – eine Lebensspanne, die Dinescu rückblickend als besonders wichtige und intensive Zeit bezeichnete und sie in ihrem Entschluss bestärkte, Komponistin zu werden.

Mit Marbe und vielen ihrer Dozenten blieb sie weit über die Konservatoriumsausbildung hinaus verbunden, zählten doch Künstler  wie Alexandru Pascanu (Harmonielehre), Liviu Comes (Kontrapunkt), Nicolae Beloiu und Aurel Stroe (Instrumentation), Victor Giuleanu (Musiktheorie), Ştefan Niculescu (Formanalyse), Emilia Comişel (Musikethnologie) und Vinicius Grefiens (Partiturspiel) zu den bis heute einflussreichsten Vertretern der Rumänischen Musik.

Parallel zu ihrer kompositorischen Aktivitäten unterrichtete Dinescu von 1978 bis 1982 am George-Enescu-Lyzeum in Bukarest Klavier, Musiklehre und Ästhetik. 1982 siedelte sie nach Deutschland über und setzte ihre Lehrtätigkeit an der Hochschule für Evangelische Kirchenmusik Heidelberg (1986 bis 1991), an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (1989 bis 1992) und an der Fachakademie für Evangelische Kirchenmusik Bayreuth (1990 bis 1994) fort. Seit 1996 ist sie Professorin für Angewandte Komposition an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Dort initiierte sie die Veranstaltungsreihe des „Komponisten-Colloquiums“, bei der sich seit 1996 bereits über einhundert Komponistinnen und Komponisten in Vorträgen und Gesprächskonzerten präsentiert haben. Daneben gründete sie 2000 das „Archiv für Osteuropäische Musik“, das ebenso wie die gleichnamige Schriftenreihe und die seit 2006 jährlich stattfindenden Symposien „Zwischen Zeiten“ einen Schwerpunkt auf die Musik Rumäniens legt.

In Kompositions- und Improvisationskurse und Workshops in Europa und Amerika arbeitet Dinescu bevorzugt mit jungen Menschen, Kindern und kompositorisch nicht vorgebildeten Menschen zusammen, nimmt aber auch Jurorentätigkeit wahr und referiert selbst zu Themen der rumänischen Musik. Ihr Kompositionsstil integriert Formen der traditionellen Musik ihrer Heimat, basiert auf klaren, oft mathematischen Strukturen, fordert eine breite Klangpalette und lässt kreativen Freiraum für die Eigenaktivitäten und Entdeckungslust ihrer Interpret_innen, die zu Mitgestaltern ihrer Musik werden können und sollen.

Dinescus Werkverzeichnis umfasst Partituren nahezu aller Gattungen: vom Musiktheater über Ballette, Stummfilm-Musik, Oratorien und Vokalmusik bis hin zu Werken für kleines und großes Orchester und Instrumentalmusik in Solo-, Duo-, Trio-, Quartett-, Quintett-, Sextett- und Septett-Besetzung.

Individuelle Instrumentenzusammenstellungen gehen häufig auf die persönliche Zusammenarbeit mit ihren Interpreten zurück oder sind die Folge einer speziellen Auftragssituation.

Für ihr Schaffen erhielt Dinescu zahlreiche Stipendien, Auszeichnungen und Preise. CD-und DVD-Einspielungen geben ein plastisches Bild ihrer künstlerischen Kreativität. 2017 ist sie als Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste aufgenommen worden.
Kadja Grönke
 


Instrumente/Besetzung
Kompositionen für Sinfonieorchester, Kammerensembles, Chor, Oper , experimentelle Musik und Musik für Stummfilme.

Veröffentlichungen


Diskographie:

1985

LP: Internationales Festival, Komponistinnen, Heidelberg 1984

(Satya I und II, Euraculos, Immagini, Alternanzen, Scherzo da fantasia III, Mondnacht, Echoes I) CPO Live Recording 999016-1, Osnabrück

 

1988

LP: Internationales Festival, Heidelberg 1987

(Euraculos, Mondnächte) Electrecord ST-CS 0217, Rumänien

 

LP: Fanny Mendelssohn-Quartett

(Streichquartett Din Terra Lonhdana) Label Troubadisc, LC Nr. 6206, Düsseldorf

 

1991

CD: Gesänge aus Osteuropa — Internationales Festival Neue Musik — Komponistinnen heute

(Euraculos) Mediaphon Classic MED 72115, Stuttgart

 

1992

CD: Like fire burning – Contempory Music for two guitars

(Figuren II, Versionen A und B) Intersound ISPV 165 CD, München

 

1993

CD: Faszination Frauenmusik Vol. I

(Echoes I) P+O Pallas RK 93-004-01, Hannover

 

1994

CD: Zeitgenössische Werke für Violoncello und Klavier

(wenn der freude thränen fliessen) © Dorothea von Albrecht und Christine Olbrich, Heidelberg

 

CD: D'un matin de Printemps, Kammermusik von Komponistinnen

(Echoes I) Bayer Records LC 8498 DDD 100169, Bietigheim

 

1995

CD: Violeta Dinescu

(Tautropfen, Echoes I, Satya IV, wenn der freude thränen fliessen, Lichtwellen, Aretusa, Ostrov II) Adesso, CH-6958, Corticiasca

 

CD: Vom Barock zur Moderne, Junge Philharmonie Rhein-Neckar

(Fresco) (c) Rhein-Neckar-Kreis Heidelberg

 

CD: Matthias Arter – Oboe solo

(cime lointaine) Pan Classics 510087, Zürich

 

1996

CD: In yet longer lights delay – music from the setting century series, vol. I

(...when joyful tears flow...) Living Artists Recording, Birmingham, USA

 

CD: Frankfurter Orgelbuch – Sieben zeitgenössische Orgelstücke

komponiert anläßlich der 1200 Jahrfeier der Stadt Frankfurt am Main

(Ambo) Meli 7114-2, Regensburg/Con Brio Disc

 

CD: Mind with motion – music from the setting century series, vol. II

(Ichthys) Living Artists Recording, Birmingham, USA

 

1997

CD: Mouvements dynamiques – Jugend-Gitarrenorchester Baden, Würzburg

(Niutao) Bayer Records LC8498 CAD 800916, LC 6474, Bietigheim

 

CD: Melomania – Fanny Mendelssohn Quartet

(Streichquartett Din Terra Lonhdana) Troubadisc, TRO-CD 01418, LC 6206, München

 

CD: Music Contrasts I/Due Boemi di Praga

(Méandre) NSS-CD 36931, Switzerland

 

CD: Romania today – New music from Romania

(Euraculos II) Intersound, Schleibingerstraße 10, 81669 München, Best.: 7197580 (ISPV 180 CD)

 

CD: Two day and two nights of new music

The international Festival of Modern Art 1995-97, Odessa, Ukraine

(Quatrain) New Music International Public Organisation, Germany

 

1998

CD: Without compression, Trio Diritto, Neue Musik für Blockflöte

(au coeur du silence...) Cybele 260.501, LC 3738, Germany

 

CD: On and off the keys – Music for solo instruments and small ensembles

(...wenn der freude thränen fliessen...) VMM 2027, Wien

 

CD: Raabits – Impulse und Materialien für die kreative Unterrichtsgestaltung

(Fragmente aus Euraculos, Tautropfen, Ostrov II) RAABE ISBN 3-8183-0010-0, Stuttgart

 

CD: European Music Project: Schönberg/Dinescu/Schreker

(Vortex, Wolken I, II und III) Symposion 1 SCL 0207, Italia

 

CD: Places not remote – music from the setting century series, vol. III

(Reversing fields I and II) Living Artists Recording CA 92240, USA

 

1999

CD: Mein Heim ein Stein – Violeta Dinescu/Trio Contraste

(Echoes I, Méandres, Les cymbales du soleil, Akanua, Dies Diem Docet, Improvisation, Echoes II, Mein Heim ein Stein) UCMR-ADA 8629045/LC 0504/Altri Suoni CH-6962 Viganello

 

CD: Violeta Dinescu – Reversing Fields

(Lichtwellen, Rand, Reversing fields, Dialogo, Improvisation, Din Cimpoiu, Ichthys) Sargasso SCD 28027, London

 

CD: Landschaften – Georg Glasl, Zither

(Kathargos) Cavali Records LC 05724, Best.: CCD 115

 

2000

CD: Portrait Violeta Dinescu

(Echoes II, SchattenRosenschatten, Lun Ju, Dona Nobis Pacem, Ein Brief, Dies Diem Docet, Quatrain, Icos, Fragment aus Hunger und Durst, Mondnacht) Hochschule für Musik und Theater, Hannover. 2000, gutingi gut 507. Bestellnr. LC 6601.

CD: Violeta Dinescu – piano works played by Werner Barho. altari suoni. Edizioni Musicali e Discografiche, P.O. Box 804, CH-6962 Viganello. www.altrisuoni.com

CD: Violeta Dinescu: (Trio Contraste Tabu ) gutingi 243

CD: Violeta Dinescu: (Trio Contraste Der Schlüßel der Träume)  gutingi 248

CD: Violeta Dinescu: Sieben Rosen hat der Strauch (Werke für Flöte, 3 Flöten, 5 Flöten, 7 Flöten, 11 Flöten, 17 Flöten und 31 Flöten) gutingi 250

Violeta Dinescu (Lytaniae für Celli) gutingi 251

 

Buchveröffentlichung:

Violeta Dinescu, Violeta Dinescu im Gespräch mit Eva-Maria Houben und mit Werkverzeichnis, hrsg. von Eva-Maria Houben, Pfau-Verlag, 1. Auflage 2005, ISBN 3-89727-273-3


Werkverzeichnis:

Violeta Dinescus Werkliste umfasst Kompositionen aller Gattungen und Genres: Kammermusik, Orchestermusik, Vokalmusik (vom Lied bis zum Oratorium), Filmmusik, Musiktheater. Der Kinderoper als Musik von Kindern und für Kinder kommt innerhalb ihres Schaffens große Bedeutung zu und zeigt ihre Begabung zur Vermittlung von Musik. Als Pädagogin profiliert sie sich nicht nur im Bereich der Hochschule, sondern auch in zahlreichen Workshops. Immer wieder geht es ihr darum, Brücken zwischen der Tradition und der zeitgenössischen Musik, zwischen der europäischen und osteuropäischen Musik, zwischen der Volksmusik und dem eigenen kompositorischen Schaffen zu schlagen.



Zwischen europäischer & osteuropäischer Tradition und Inovation

Die Volksmusik Rumäniens findet in vielen Werken ein Echo, zum Beispiel in „Alternanzen“ für Bläserquintett (1982), in „Verzaubere mich in einen Silbervogel!“ für Chor und Orchester (1976), in „Euraculos“ für Singstimme und Klarinette (1981). Anklänge an die rumänische Musik sind auch in den Parlando-Gesten zu entdecken, die bereits den Charakter früher Kompositionen, zum Beispiel der „Drei Lieder nach Lucian Blaga“ für Sopran und Klavier (1972) oder der „Latin sentences“ für achtstimmigen Chor (1975), bestimmen. Violeta Dinescu nutzt Klanggesten oder Klangfolgen, die an überlieferte Traditionen erinnern, ohne dass wörtlich zitiert würde. Die rumänische Monodie mit ihren feinen Verästelungen (Mikrointervalle, Sprünge, Vorschlagsnoten, Verzierungen et cetera) prägt vielfach den Gesang, zum Beispiel in Musiktheater-Werken wie „Hunger und Durst“ (1986) nach Eugène Ionesco oder „Eréndira“ (1992) nach Gabriel García Márquez.


Vermittlung zwischen Intuition und Kalkül

Viele der Werke Dinescus basieren auf mathematischen Ordnungsprinzipien, die helfen, eine Einheit von emotionaler und logischer Herangehensweise zu schaffen. Immer wieder werden Verknüpfungen zwischen Intuition und mathematischem Kalkül gesucht. Auf mathematischen Strukturprinzipien gründen sich Werke wie „Verwandlungen“ (1976), „Anna Perenna“ (1977) oder „Akrostichon“ (1983) für Orchester. Mit dem Zyklus „Satya“ (1981) beginnt Violeta Dinescu, die spieltechnischen Möglichkeiten des Soloinstruments zu erforschen; die einzelne Stimme wird hier zur latenten Mehrstimmigkeit geführt. Die „Scherzi di Fantasia“ (1985; 1989), eine Werkreihe für Duo, die noch nicht abgeschlossen ist, führen diese Idee weiter. Auf immer neue Weise eröffnen ihre Kompositionen Wege zwischen kompositorischer Freiheit und rationalem Denken.


Musik und bildende Kunst

Einige Kompositionen sind im Austausch mit dem Maler Hans-Werner Berretz entstanden, u. a. die „Impressionen“ für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott (1992). Als Antwort auf sein Gemälde „Todesfuge“ (1989) nach Paul Celans Gedicht „Todesfuge – der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ komponierte Violeta Dinescu das Streichquartett „Reflexionen über das Bild ‚Paul Celans Todesfuge’ von HaWeBe“ (1993). Berretz seinerseits reagierte und formte die Reihe „Bildpartitur zum Streichquartett von Violeta Dinescu“ (1993).

Ist diese Verbindung zur bildenden Kunst sehr konkret, so ließe sich auch im übertragenen Sinne von einer Nähe zur bildenden Kunst sprechen – insofern nämlich, als sich manch ein Satz aus Violeta Dinescus Kammermusik als Spiel mit verschiedenen Farbfeldern interpretieren lässt. Ein Beispiel für die Interaktion verschiedener Farbfelder, die durch unterschiedliche Instrumentalfarben, aber auch durch unterschiedliche Spielweisen, Dynamik, Bewegungsarten der Klänge, Rhythmik und Melodik zu Stande kommen, ist u. a. „Unde“, Konzert für Klarinette, Viola und Ensemble (Streichquartett, Klavier und Schlagzeug, 1996), auch „Letitiae“ für drei Flöten und drei Violen (1982).


Oper

Bis heute komponierte Violeta Dinescu Literaturopern. Bei der Auswahl der Stoffe versucht sie, archetypische Lebensstrukturen zu finden, die in narrative Prozesse umgeformt werden: Diese erschließen im Zusammenwirken mit der Musik unterschiedliche Reflexionsmöglichkeiten, die den Zuhörer mit einbeziehen. Die Musik wird sprechend und ‚spricht’ zwischen den Zeilen des Textes, in dem sie ein weites Feld für Interpretationen ermöglicht. Es entstehen verästelte Psychogramme der einzelnen Handlungsträger.

In eindrücklicher Weise kommentiert die Kammeroper „Schachnovelle – Spiel mit Silhouetten, Menschen, Licht und Schatten“ nach der gleichnamigen Novelle von Stefan Zweig (1994) die Entwicklung des Protagonisten Dr. B. bis zum katastrophalen Höhepunkt, an dem der Zusammenbruch erfolgt. Dr. B., dem der Arzt aufgrund seiner traumatischen Vergangenheit das Schachspielen verboten hatte (er hatte in Isolationshaft ein Schachbuch auswendig gelernt), lässt sich erneut auf das Spielen ein. Anders als Zweigs Novelle geht Dinescus „Schachnovelle“ den Weg der Katastrophe.

Zum Psychogramm wird die Oper „Eréndira“ nach der Erzählung „Die unglaubliche und traurige Geschichte von der einfältigen Eréndira und ihrer herzlosen Großmutter“ nach Gabriel García Márquez. Die Figuren werden in einen unerbittlichen Sog gezogen.

Dieser dramatische Charakter findet sich auch in vielen Orchesterwerken, besonders in „L’ORA X“ für großes Orchester (1995), einer Tragödie ohne Worte. Diese Komposition dehnt einen verdichteten Augenblick auf die Dauer der Aufführungszeit aus, müsste eigentlich nur diesen Augenblick andauern.



Kinderoper

1986 wurde Dinescus Kinderoper in sieben Bildern „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“ nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner in Mannheim uraufgeführt. Diese Oper ist eine Reise in die Welt der Musik für Kinder, sie behandelt (auch musikalische) Verhaltensweisen von Kindern in Rumänien, welchen Violeta Dinescu sich in ihren Feldforschungen gewidmet hatte. Die Oper wurde mehrfach mit wechselnden Besetzungen (Erwachsene und Kinder, nur Kinder, unterschiedlich viele Kinder – von fünf bis fünfundsiebzig) in Mannheim, Dresden, München, Stuttgart, Wien, Hamburg, Luxemburg, Mainz und Freiburg inszeniert und erzielte immer wieder andere Wirkungen auf die Kinder im Publikum und auf die Kinder, die bei der Aufführung beteiligt waren.

„Die versunkene Stadt – eine Geschichte vom Meer“, mobile Kinderoper in neun Bildern (2007), führt zwei alte zeitlose Legenden zusammen. Diese Oper führt auf wiederum andere Weise Kinder in die Welt der Rhythmen und Klänge ein.


Religiöse Werke

Violeta Dinescu hat drei Oratorien geschrieben: Das „Pfingstoratorium“ für Soli, zwei Chöre und Ensemble (1993), „Wie Tau auf den Bergen Zions...“, Oratorium für den Frieden für Soli, Chor und Ensemble (2003) und „An den Strömen von Babel“ für zwei Chöre und großes Orchester (2006). Diesen Werken liegen überwiegend Texte aus der Bibel zugrunde. Alle artikulieren – begriffslos auf musikalische Weise – eine mögliche ökumenische Botschaft und beschreiten unterschiedliche Wege, diese zu vermitteln: sie schlagen einen Bogen zwischen monodisch geprägten Entfaltungen und unterschiedlichen Kristallisationsprozessen von Mehrstimmigkeit.


Der Parlando- und Rubato-Vortrag, den etliche Werke fordern, ist notwendig für die Wiedergabe der Doina der rumänischen Volksmusik. Mit dem Begriff „Doina“ ist, im weitesten Sinne, das rumänische Lied gemeint, spezieller „eine typisch lyrische, improvisierte Form des melismatischen Singens“ (Corneliu Dan Georgescu, Rumänien, in: MGG, Kassel: Bärenreiter 1998, Sachteil Bd. 8, Sp. 591), wobei die instrumentale Doina ebenso bekannt ist und eine Art instrumentalen Gesangs darstellt. Ebenso prägend für viele Kompositionen ist der freie Umgang mit der musikalischen Zeit: der vokale und instrumentale Gesang strömt sich aus, erinnert an ein Fließen. Violeta Dinescu erinnert diesbezüglich oftmals an den großen Einfluss der byzantinisch-orthodoxen Musik.

Als zwei Werke, die auf unterschiedliche Weise eine Vermittlung zwischen der horizontal fließenden rumänisch-orthodoxen mit der westlichen mehrstimmigen Kirchenmusik anstreben, ließen sich das „Pfingstoratorium“ für Soli, zwei Chöre und Orchester (1993) und das Oratorium für den Frieden „Wie Tau auf den Bergen Zions…“ nennen. Während im „Pfingstoratorium“ die unterschiedlichen Klangwelten eher nebeneinander gesetzt werden und Schnittstellen bilden, werden sie im Oratorium für den Frieden durch Zonen des Übergangs in Beziehung zueinander gesetzt und stärker miteinander verschmolzen.

Der Einfluss mathematischer Strukturprinzipien auf Dinescus Musik ist groß, sollte aber nicht überschätzt werden; Dinescu nutzt mathematische Formprinzipien, um ihre Kompositionen zur Einheit zu bringen, lehnt solche aber ab, sobald sie die schöpferische Fantasie einengen.

Violeta Dinescus Werke wurden weltweit aufgeführt. Als Komponistin ist sie international bekannt, und es gibt zahlreiche CDs mit Aufnahmen ihrer Werke von rumänischen Interpreten und internationalen Künstlern. Im Archiv der Universität Oldenburg, dem Archiv Frau und Musik in Frankfurt, der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, dem Dresdner Zentrum für Zeitgenössische Musik und anderswo sind Rezensionen, Kritiken über Aufführungen und Werkkommentare aufbewahrt. Weltweit fanden ihre Musiktheater-Produktionen, vor allem auch ihre Kinderopern, große Anerkennung. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen sowie Stipendien.

Violeta Dinescu wurde mit vielen Kompositionsaufträgen geehrt: Ihr Ballett „Der Kreisel. Die Historie von der schönen Lau“ (1985) entstand als Auftrag des Ulmer Stadttheaters und der neuen gesellschaft für ballett und tanz e. v. mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, ihr Ballett „Effi Briest“ als Auftrag des Theaters der Landeshauptstadt Magdeburg. Das Musiktheaterprojekt „Antigone“ war ein Auftrag der Stadt Oldenburg, gefördert durch das Land Niedersachsen. Die sehr bekannt gewordene Kinderoper „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“ war ein Auftrag des Nationaltheaters Mannheim mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, die Oper „Eréndira“ ein Auftrag der Landeshauptstadt München für die Münchener Biennale. Die Kammeroper „Hunger und Durst“ entstand im Auftrag der Städtischen Bühnen Freiburg mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, die Kammeroper „Schachnovelle“ als Auftrag der Schwetzinger Festspiele. Das Musiktheater „Simurgh“ schließlich war ein Auftrag der Gesellschaft für Musik und Theater Arbos, Salzburg/Klagenfurt – wie auch das Musiktheater „Subito dopo l’ultima casa di Cipriani (Der Gesang der Narren von Europa)“.

Auch Oratorien – „Wie Tau auf den Bergen Zions…“, ein Auftragswerk im Auftrag der Hanns-Lilje-Stiftung, das „Pfingstoratorium“, ein Auftragswerk des Arbeitskreises für Neue Musik in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für die Tage Neuer Musik in Erlangen oder „An den Strömen von Babel“, ein Auftrag der Philharmonie Luxemburg zeigen, wie breit gefächert der Komponistin Kompositionsaufträge erteilt werden. In allen Sparten ist sie heimisch. Von den zahlreichen Kompositionspreisen seien hier genannt unter anderem der Preis bei der International Competition for Composers (New York 1983), der Preis Royal National Eisteddfod of Wales (1984 und 1994), der Grand Prize for Composition (Utah 1984) und der Carl Maria von Weber-Preis (Dresden 1986). Stipendien erhielt Violeta Dinescu unter anderem von der Stadt Mannheim (1984/85), vom Land Niedersachsen (Künstlerhof Schreyahn 1985/86), von der Stadt Baden-Baden (Baldreit-Stipendium 1987/88) und von der Cité Internationale des Arts Paris (1993).

Werkauswahl:

Aïon Sextett (1982), 7 Min.

Akanua für Klavier (1975), 4 Min., CD

Akrostichon für Orchester (1983), 13 Min., MC

Alternanzen für Bläserquintett (1980), 11 Min.

Ambo für Orgel (1996), Edition Peters, Frankfurt, 5 Min., CD

Amont für Mezzosopran und Cembalo (1983), Text: Brief an Guillaume de Machaut, 13 Min. MC

Anna Perenna für Orchester (1975), 21 Min., MC

Antigone nach Sophokles. Musiktheater für Schauspieler, Sänger und Ensemble (2000), 70 Min., MC

Arabésques für Flöte und Schlagzeug (1980), 11 Min., MC

Aretusa für Violine (1988), 15 Min., CD

Arpagic für Kinderchor (1980), Text: Ana Blandiana, 3 Min.

Atréju für Flöte und Gitarre (1983), 9 Min., MC

Auf der Suche nach Mozart ... Septett (1983), 13 Min.

Ballade für Chor (1976), 7 Min.

Blumenlied für Chor (1980), Text: Ion Caraion, 11 Min.

Cime lointaine für Oboe (1990), Bote & Bock Verlag, Berlin, 6 Min., CD

Concertino für Mezzosopran und Orchester (1988), 15 Min., MC

Concerto für Singstimme und Orchester (1987), 15 Min.

Contraste für Posaunenquartett (1989), 6 Min.

Con Variazioni für Klavier (1974)

Cyclotron für Klavier zu vier Händen (1994), 17 Min.

Das Spiel für Kinderchor und Orchester (1980), 17 Min.

Der 35. Mai (Kinderoper) nach Erich Kästner (1986), Ricordi Verlag, 90 Min. (Video)

Der Kreisel Ballett nach Eduard Mörike (1984), 90 Min., Video

Dialogo für Flöte und Viola (1982), 13 Min., CD

Dies Diem Docet für Klavier (1986), 17 Min., CD

Din Cimpoiu für Viola (1986), 13 Min., CD

Doinasland für Chor (1981), 5 Min.

Dona Nobis Pacem für Mezzosopran und Cello (mit Schlagwerk) (1987), 13 Min., CD

Drei Miniaturen für Saxophonquartett (1982), 5 Min., MC

Echoes I für Klavier (1980), 12 Min., CD

Echoes II für Klavier (mit Schlagwerk) (1980), 9 Min., CD

Echoes III für Orgel (1980), 9 Min., LP

Effi Briest Ballett nach Theodor Fontane (1998), 110 Min. (Video)

Ein Brief für Singstimmenquartett (1994), Text: Brief-Dokument, 18. Okt. 1738, 9 Min., CD

Eréndira Kammeroper nach Gabriel García Márquez (1992), Ricordi Verlag 80 Min. (Video)

Euraculos I für Mezzosopran und Klarinette (1982), Text: Ion Caraion, 10 Min., LP

Euraculos II für Klarinette und Viola (1995), 10 Min., CD

Festspielfanfare für Blechbläser (1984), 3 Min.

Figuren für drei Kontrabässe (1990), 17 Min., LP/CD

Figuren II für zwei Gitarren (1991), Edition Pro Nova Sonoton, 6 Min., CD

Figuren III für drei Gitarren (1990), 19 Min., MC

Flutesplay I für drei Flöten (1984), 9 Min.

Flutesplay II für sechs Flöten (1984), 9 Min.

Flutesplay III für acht Flöten (1984), 9 Min.

Fragment II für Flöte und Harfe (1990), 11 Min., MC

Fragment V für Flöte, Klarinette, Violine, Cello, Klavier (1990), 19 Min, MC

Fragment aus "Hunger und Durst" für Singstimme und Posaune (1985), Text: Eugene Ionesco, 10 Min., CD

Fresco für Jugendorchester (1992), 21 Min., MC

Frühlingslied für Kinderchor und Ensemble (1984), 3 Min.

Hunger und Durst Kammeroper nach Eugene Ionesco (1985), 120 Min., MC und Video

Ich bin in Sehnsucht eingehüllt Drei Lieder für Sopran u. Cembalo (1985), Text: Selma Meerbaum Eisinger, 17 Min., MC

Ichthys für Violine, Cello, Klavier (1991), 15 Min., CD

Icos für Bassklarinette und zwei Akkordeons (1997), 7 Min., CD

Immagini für Flöte (1981), 6 Min., LP

Immagini für Flöte (1982), 5 Min.

Immaginabile für Blockflöte (1990), 5 Min.

Im Namen des Vaters / Im Namen des Sohnes / Im Namen des Heiligen Geistes für zwei Chöre und Orchester (1997), Text: Bibeltext, 7 Min.

Improvisation Variante für Blockflöte (1995), 4 Min., CD

Improvisation für Saxophon (1986), 7 Min., CD

In meinem Garten für Kinderchor (1980), Text: Ana Blandiana, 3 Min.

Intarsien für Cello (1985), 9 Min., MC

Kata für Flöte und Klavier (1991), Bote & Bock Verlag, Berlin, 15 Min., MC

Kathargos für Zither (1996), 18 Min., CD

Kybalion für Streichorchester (1991), 17 Min., MC

Kythera für Singstimme (1999), Text: Gisela Hemau, 10 Min., MC

Latin Sentences für Chor (1978), Text: Anonymus, 6 Min.

Les Cymbales du Soleil für Oboe (mit Schlagwerk) (1996), 10 Min., CD

Letitae für drei Flöten und drei Violas (1982), 7 Min.

Lichtwellen für Bassklarinette oder Klarinette (1991), 5 Min., CD

Lied in einer Flöte für Chor (1980), Text: Ion Caraion, 9 Min.

Loc Maria für Percussion und Orgel (1985), 19 Min., MC

L'Ora X für Orchester (1995), 30 Min., MC

Lun Ju für Violine und Akkordeon (1994), 5 Min., CD

Méandres für Bassklarinette und Klavier (1986), 13 Min., CD

Mein Garten für Kinderchor und Ensemble (1980), Text: Ana Blandiana, 7 Min.

Mein Heim ein Stein für Singstimme, Flöte und Schlagzeug (1996), 9 Min.

Mein Heim ein Stein Variante für Tilinca, Klavier und Schlagzeug (1996), 9 Min., CD

Melismen für Blockflötenquintett oder Violinenquintett (1983), 13 Min.

Memories für Streichorchester, 5 Min., MC

Miniaturen für Saxophonquartett (1982), 5 Min., LP

Mondnacht für Mezzosopran und Orgel (1982), Text: Joseph Freiherr von Eichendorff, 7 Min., LP/CD

Mondnächte für Mezzosopran, Saxophon, Schlagwerk (1986), Text: Joseph Freiherr von Eichendorff, 11 Min., MC

Nakris für Saxophonquartett (1985), 10 Min., MC

Ostrov I für Violaquartett (1989) 7 Min., MC

Ostrov II für Klarinettenquartett (1989) 7 Min., MC

Parra Quitarra Für Gitarre (1981), 5 Min., MC

Pfingstoratorium

Prelude für Cembalo (1980), 5 Min.

Psalm 126 für Sopran, Flöte und Orgel (1988), 9 Min.

Quatrain für Singstimme (1986), Text: François Villon, 5 Min., CD

Rand für Klarinette und Viola (1996), 10 Min., CD

Reversing Fields für Klarinette (1996), 7 Min., CD

Rondo über den Frühling für Kinderchor und Ensemble (1984), Bergischer Musikverlag, 3 Min.

Satya I für Violine (1980), 5 Min., LP

Satya II für Fagott (1980), 5 Min., LP

Satya III für Kontrabass (1980), 5 Min., MC

Satya IV für Klarinette (1981), 5 Min., CD

Schachnovelle (Kammeroper) nach Stefan Zweig (1994), SWR-Aufnahme, 110 Min., MC

SchattenRosenSchatten für Singstimme (mit Schlagwerk) (1993), Text: Ingeborg Bachmann, 6 Min., CD

Schattenspiegel für Orchester (2000), 30 Min., MC

Scherzo da fantasia III für Violine und Violoncello (1985), 13 Min., LP

Shan-Shui für Schlagzeugtrio (1993), 11 Min.

Sleep Song für Kontrabass und Klavier. (1982), 3 Min.

Sonata für Violine oder Viola und Klavier(1975), 13 Min.

Sonatina für Kontrabass. und Klavier. (1982), 3 Min.

Sonnenuntergang für Chor (1982), Text: Dan Mihailescu, 5 Min.

Streichquartett (1993), 15 Min., MC

Streichquartett-Din Terra Lonhdana (1987), 15 Min., CD

Suita für Klavier (1973)

Tabar Konzert für vier Schlagzeuger und Orchester (2000), 17 Min., MC

Tabu Musik für den Stummfilm (1929/31) von Friedrich Wilhelm Murnau (1988), 70 Min., Video

Tamina für Kinderchor (1980), Text: Delia Dorcea, 3 Min.

Terra Lonhdana Septett (1984), 15 Min.

The Toy für Kontrabass und Klavier. (1982), 3 Min.

Trio d'anches für Oboe, Klavier und Fagott (1982), 9 Min., MC

Torre di si für Klavier (1994)

Verwandlungen für Orchester (1978), 13 Min., MC

Verzaubere mich in einen Silbervogel! für Chor und Orchester (1977), 21 Min., MC

Vortex - Wolken I, II und III für kleines Orchester (1998), 18 Min., CD

wenn der freude thränen fliessen ... für Cello und Klavier (1990), Tonger Verlag, Köln, 16 Min, CD

Wie Tau auf den Bergen Zions..., Autragswerk der Hanns-Lilje-Stiftung Hannover

Zebaoth für Bariton und zwei Orgeln (1985), Text: Psalmen, 12 Min., MC

Zori de flori für Chor (1982), 5 Min.

 

Ballett

„Der Kreisel. Die Historie von der schönen Lau“, Auftrag des Ulmer Stadttheaters und der neuen gesellschaft für ballett und tanz e.v. mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, Libretto: Tina Schneider, Olaf Gööck, Gunther Volz nach Motiven aus dem Märchen „Die Historie von der schönen Lau“ von Eduard Mörike, 1985, UA: Ulmer Theater 26.5.1985, Ms.

„Effi Briest“, Auftrag des Theaters der Landeshauptstadt Magdeburg. Libretto: Irene Schneider nach dem gleichnamigen Roman von Theodor Fontane, 1998, UA: Theater Magdeburg 4.7.1998, Ms.

 

Musiktheater

„Hunger und Durst“, Kammeroper in 3 Bildern, Auftrag der Städtischen Bühnen Freiburg mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, Libretto: Roland Haas nach dem Bühnenstück „La soif et la faim“ von Eugène Ionesco, 1986, UA: Freiburger Theater 1.2.1986, Ms.

„Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“, Kinderoper in sieben Bildern nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner, Auftrag des Nationaltheaters Mannheim mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, Libretto: Florian Zwipf und Ulrike Wendt, meinen Eltern gewidmet, 1986, UA: Nationaltheater Mannheim 30.11.1986, Ms.

„Eréndira“, Oper in 6 Szenen, Auftrag der Landeshauptstadt München, Libretto: Monika Rothmaier nach der Erzählung „Die unglaubliche und traurige Geschichte von der einfältigen Eréndira und ihrer herzlosen Großmutter“ von Gabriel García Márquez, 1992, UA: Staatsoper Stuttgart, Kammertheater 18.3.1992, Ricordi.

„Schachnovelle. Spiel mit Silhouetten, Menschen, Licht und Schatten“, Kammeroper in 4 Bildern, Auftrag der Schwetzinger Festspiele. Libretto: Violeta Dinescu nach der Erzählung „Schachnovelle“ von Stefan Zweig, 1994, UA: Schwetzingen (Schwetzinger Festspiele) 18.5.1994, Ms.

„Subito dopo l’ultima casa di Cipriani (Der Gesang der Narren von Europa)“ für Sopran, Contratenor, Flöte / Altflöte, Klarinette / Bassklarinette und Schlagzeug, Literarische Installation eines Librettos von Dzevad Karahasan, Herbert Gantschacher. Musik von Violeta Dinescu, Arsen Dedic, Johannes Kern, Gabriel Lipus und Werner Raditschnig, Auftrag der Gesellschaft für Musik und Theater Arbos, Salzburg / Klagenfurt (Österreich), 1994, UA: Salzburg (Österreich) (Salzburger Künstlerhaus) 7.12.1994, Ms.

„Simurgh (Das Konzert der Vögel / The Concert of Birds / Koncert Ptica)“ für Singstimmen, Flöte contraalto, Bassklarinette, Viola und Schlagzeug, Text: Dzevad Karahasan, Auftrag der Gesellschaft für Musik und Theater Arbos, Salzburg / Klagenfurt (Österreich), 1997, UA: Odessa (Ukraine) (Two days & Two nights of new music) 11.4.1997, Ms.„Antigone“, Musiktheaterprojekt in einem Prolog, Einzugslied und 6 Szenen, Text: Sophokles, Antigone, Auftrag der Stadt Oldenburg, gefördert durch das Land Niedersachsen, 2000, UA: Oldenburg 28.7.2000, Ms.

„Die versunkene Stadt – eine Geschichte vom Meer“, mobile Kinderoper, Libretto: Jutta Schubert, 2008, UA: Mainz 20.1.2008, Ms.


(Unter einer „Variante“ versteht Violeta Dinescu ein selbstständiges Stück, das sich auf ein Ursprungswerk bezieht und dessen Titel übernimmt, in der Besetzung und in der Art der formalen und strukturellen Gestaltung aber mehr oder weniger stark von diesem abweichen kann.)

© Stadt Oldenburg, alle Angaben ohne Gewähr.