Wichtig: Aktuelle Hinweise zur Erreichbarkeit

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es in einigen Bereichen derzeit geänderte Erreichbarkeiten. Die aktuell geltenden Regelungen können Sie hier einsehen »

Lebensmittelüberwachung und Fleischhygiene

Betriebs- und Hygieneüberwachung/amtliche Probenahmen
Im Rahmen der regelmäßigen Betriebs- und Hygieneüberwachung und der amtlichen Probenahmen werden Gewerbebetriebe, die Lebensmittelherstellen, behandeln oder in den Verkehr bringen, von amtlichen Tierärzten und/oder von fachlich ausgebildeten Lebensmittelkontrolleuren unangemeldet aufgesucht und vor Ort überprüft, hierbei werden häufig Proben von den Lebensmittelkontrolleuren entnommen und an spezielle Landesinstitute zur Untersuchung weitergeleitet.

Die Kontrollen und Probenahmen erstrecken sich auch auf Gewerbetriebe, die sogenannte Bedarfsgegenstände(Materialien, die mit dem menschlichen Körper in Berührung kommen, wie zum Beispiel Körperpflege- und Reinigungsmittel, Bekleidung, Bettwäsche, Spielwaren, Armbänder), sowie kosmetische Erzeugnisse und Tabakerzeugnisse herstellen, behandeln oder in Verkehr bringen.

Neben der Durchführung von Hygienekontrollen(Reinigungs- und Desinfektionserfolg in Räumen/an Anlagen) in den Betrieben stellt die Kontrolle der betrieblichen Eigenkontrollmaßnahmen ebenfalls ein bedeutendes Aufgabenfeld zur Sicherstellung des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes dar.

Die Überwachung versteht sich auch als sachverständige Beratung der Firmen, um eine hygienisch einwandfreie Lebensmittelgewinnung zu sichern, zu optimieren und diese den ständig ändernden gesetzlichen Vorgaben sowie der rasch fortschreitenden Entwicklung der Verarbeitungstechnologie anzupassen.

Die Hygieneüberwachung in den Lebensmittelbetrieben beinhaltet in der Regel die

  • Besichtigung (gegebenenfalls mit Fotodokumentation)
  • Kontrolle der Erzeugung und des Verbleibs der Lebensmittel tierischer Herkunft und des Verbleibs der Abfälle tierischer Herkunft
  • Kontrolle der Temperaturen
  • Entnahme von Proben (zur mikrobiologischen Untersuchung, zur Überprüfung der Kennzeichnung/der Zusammensetzung/des Mindesthaltbarkeitsdatums)
  • Überprüfung der betrieblichen Eigenkontrollsysteme und der Ergebnisse
  • dies führt zur Ermittlung des einzelbetrieblichen Risikos, an dem sich die Frequenz der amtlichen Überwachung orientieren soll.

Bei festgestellten Verstößen werden gegen den verantwortlichen Lebensmittelunternehmer/die sonstigen Verantwortlichen entsprechende Verwaltungsmaßnahmen (Buß- und Zwangsgelder, gegebenenfalls Strafanzeigen) eingeleitet.

Verbraucherbeschwerde
Jeder Bürger hat die Möglichkeit, sich mit Verbraucherbeschwerden über zum Beispiel

  • unsaubere Betriebe
  • verdorbene Lebensmittel
  • Ungezieferbefall in Lebensmittelbetrieben
  • mangelhafte oder fehlende Kennzeichnung von Waren
  • fehlende Preisauszeichnung
  • schlechte Qualität von Lebensmitteln
  • Gesundheitsbeschwerden nach dem Genuss von Lebensmitteln

an das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Stadt Oldenburg zu wenden.   

Beim Auftreten von Gesundheitsbeschwerden oder bei der Feststellung eines verdorbenen Lebensmittels sollten die noch vorhandenen Lebensmittel(-reste) bis zur Übergabe an die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung gekühlt aufbewahrt werden.    

Welche Angaben bei einer Verbraucherbeschwerde benötigt werden:

  • Um welches Lebensmittel handelt es sich?
  • Ist noch etwas von dem Lebensmittel übrig, das begutachtet und eventuell zur Untersuchung an ein amtliches Labor geschickt werden kann?
  • Was steht auf der Verpackung (Produktname, Name des Herstellers, Verpackers oder Verkäufers, Mindesthaltbarkeitsdatum, Loskennzeichnung, Menge)? Am besten die Verpackung zum Amt mitnehmen.
  • Wann und wo wurde das Lebensmittel gekauft? Den Kassenbon mitbringen.
  • Unter welchen Bedingungen wurde es in der Verkaufsstätte angeboten (zum Beispiel gekühlt)?
  • Bei loser Ware: Welche Angaben waren im Geschäft an der Ware angebracht?
  • Wann wurde welcher Mangel festgestellt (zum Beispiel abweichender Geruch oder Geschmack oder abweichendes Aussehen)?
  • Wie wurde das Lebensmittel zu Hause gelagert, wann wurde es geöffnet, wurde es gekühlt?

Was ist zu tun, wenn Gesundheitsschäden eingetreten sind
Wenn Gesundheitsschäden eingetreten sind, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Seine Diagnose ist unter Umständen wichtig für die Beurteilung, ob die Erkrankung tatsächlich durch den Verzehr des verdächtigten Lebensmittels verursacht worden sein könnte.
Hilfreich sind folgende Angaben:

  • Wie viel Zeit ist zwischen dem Kauf und dem Verzehr des Lebensmittels vergangen?
  • Wie viel Zeit ist zwischen dem Verzehr des Lebensmittels und dem Auftreten der Beschwerden vergangen?
  • Welche Symptome sind aufgetreten?
  • Haben noch andere Personen das Lebensmittel gegessen? Sind auch sie erkrankt?

 

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