23.12.2014

Land erhöht Oldenburger Zuweisungsquote für Asylbewerber und Flüchtlinge

Oldenburg. Die Stadt Oldenburg muss sich im Jahr 2015 auf deutlich mehr Flüchtlinge und Asylbewerber einstellen als im vergangenen Jahr. Dies ergibt sich aus einem Erlass des Niedersächsischen Innenministeriums, der in diesen Tagen veröffentlicht wurde. Das Land Niedersachsen geht davon aus, dass in 2015 circa 30.000 Flüchtlinge und Asylbewerber in den Städten und Landkreisen Niedersachsens untergebracht werden müssen. Oldenburg muss demnach bis Ende des dritten Quartals 2015 mit 682 Personen rechnen. Bisher war die Stadtverwaltung von einer Jahresquote für 2015 von circa 430 Personen ausgegangen und hat darauf die Planungen ausgerichtet. Hinzu kommt noch eine nicht ausgeschöpfte Aufnahmequote von 130 Personen.

„Wir wissen um das Schicksal der Flüchtlinge und sie sind uns herzlich willkommen. Aber die Unterbringung so vieler Menschen stellt die Kommunen vor enorme Herausforderungen, die diese nicht alleine bewerkstelligen können. Vor allem das Land Niedersachsen muss hier deutlich stärker in die Verantwortung eintreten. Das Land leistet bereits seit Jahren keine ausreichende finanzielle Unterstützung, da die Erstattungsbeträge nach wie vor nicht annähernd die tatsächlichen Kosten decken. Finanzielle Hilfen sind insbesondere auch für die Betreuung und Integration vor Ort erforderlich“, sagt Erste Stadträtin Silke Meyn. „Wir suchen Lösungen für eine angemessene Unterbringung der uns zugewiesenen Flüchtlinge und müssen auch für die notwendige soziale Begleitung sorgen.“

Neben der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften mietet die Stadt Wohnungen im gesamten Stadtgebiet an. Um dem Zuweisungsdruck standhalten zu können, bittet die Stadt Oldenburg nach wie vor um Wohnungsangebote jeder Größe an das Sozialamt, soziales@stadt-oldenburg.de, Tel. 235-2487.