27.11.2015

AWB für Winterdienst gut vorbereitet

Oldenburg. Die Temperaturen sind in den letzten Tagen gesunken und der Winter kann unter Umständen in den nächsten Wochen mit Eis und Schnee besondere Anforderungen an die Verkehrsteilnehmer stellen: „Für den Extremfall ist der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) aber bestens vorbereitet“, so Arno Traut, Leiter des AWB. „Das Streusalzlager wurde gut gefüllt mit rund 950 Tonnen. Neben dem üblichen Liefervertrag für Nachlieferungen gibt es eine extern eingelagerte Reserve von 500 Tonnen.“

Bei Schnee und Eisglätte sind je nach Bedarf acht große und neun kleinere Räum- und Streuwagen sowie weitere verschiedene Einsatzfahrzeuge unter Federführung des AWB im Einsatz. Rund 120 in Bereitschaft befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden je nach Wetterlage mobilisiert. Im vergangenen Winter hatte der AWB rund 260 Tonnen Streusalz verbraucht.

Winterdienst des AWB
Rechtlich notwendig ist Winterdienst auf gefährlichen und zugleich verkehrswichtigen Stellen auf Fahrbahnen und Radwegen sowie auf Fußgängerüberwegen. Falls erforderlich räumt der AWB bei Schnee ab 5 Uhr morgens Fahrbahnen und Radwege entsprechend ihrer Verkehrsbedeutung. Über die rechtliche Verpflichtung hinaus werden Fahrbahnen und Radwege der Ausfallstraßen sowie wichtiger innerstädtischer Verbindungsstraßen, wesentliche Strecken der VWG- Buslinien und Schulbuslinien geräumt und gestreut. Besonders von Bedeutung sind kritische Bereiche wie zum Beispiel die Amalienbrücke oder die Unterführung an der Ammerländer Heerstraße. Diese Leistungen dienen einem ordnungsgemäßen und sicheren Verkehr während der Hauptverkehrszeiten.

In den späteren Abendstunden (ab circa 20 Uhr) und in nachgeordneten Straßen wird grundsätzlich kein Winterdienst durchgeführt.

Eigentümerpflicht
Eigentümer eines Grundstückes, das an eine Straße oder einen Weg grenzt, haben die Verantwortung für die Räum- und Streupflicht (Eigentümerpflicht). Mieter eines Hauses oder einer Wohnung sollten beim Vermieter oder der Hausverwaltung nachfragen, wer den Winterdienst erfüllen muss. Gehwege sowie kombinierte Rad- und Gehwege, die an ihr Grundstück grenzen, sind mindestens in einer Breite von 1,5 Meter zu räumen und bei Schnee- und Eisglätte zu bestreuen. Ist kein angelegter Gehweg vorhanden, ist an beiden Seiten ein 1,5 Meter breiter Streifen ab begehbarem Straßenrand zu räumen und zu streuen.

Es gilt der Grundsatz: Erst räumen – dann gegebenenfalls streuen. Um die Umwelt zu schonen, sind Salz und andere auftauende Stoffe nur bei extremen Wetterlagen wie zum Beispiel Eisregen oder überfrierender Nässe sowie an heiklen Stellen wie zum Beispiel Treppen, Rampen oder bei Strecken mit starkem Gefälle erlaubt. Grundsätzlich sollte mit einem „abstumpfenden Mittel“ wie Sand, Granulat oder Splitt gestreut werden. Das Ortsrecht erwartet von Winterdienstpflichtigen, dass sie den Winterdienst montags bis freitags bis 7 Uhr, samstags bis 8 Uhr sowie sonn- und feiertags bis 9 Uhr durchführen und bei Bedarf bis 20 Uhr wiederholen.

Weitere Informationen zum Thema Winterdienst gibt es im Internet auf www.oldenburg.de (Stichwortsuche „Winterdienst“).

Wenn es zu glatt für die Schule ist
Wenn es nachts stark geschneit oder sich auf den Straßen Glatteis gebildet hat, prüft die Feuerwehr in Absprache mit der Polizei und der VWG, ob die Schule wie gewohnt beginnen kann oder ob es zu gefährlich ist, die Schülerinnen und Schüler so früh loszuschicken. Wenn die Busse zum Beispiel nicht fahren können, kann auch die Schule nicht wie gewohnt um 7.45 Uhr beginnen. Dann verkündet die Stadt Oldenburg über die Hörfunkredaktionen und andere Medien sowie über die Internetseite der Stadt Oldenburg und via KATWARN-APP (weitere Informationen unter www.oldenburg.de/katwarn), dass die Schülerinnen und Schüler erst zur dritten Unterrichtsstunde erscheinen müssen. Üblicherweise wird am frühen Morgen entschieden, ob die Schule verspätet anfängt. Bei widrigen Witterungsbedingungen sollte daher morgens das Radio eingeschaltet und auf entsprechende Hinweise geachtet werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, diese Information durch das ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter Telefon 0441 235-4444 zu erhalten.


Betreuung in der Schule trotz verspätetem Anfang
Bei verspätetem Schulbeginn findet zwar vor der dritten Stunde kein regulärer Unterricht statt, aber die Schulen sind geöffnet und stellen eine Betreuung der anwesenden Schülerinnen und Schüler sicher.


Foto: Stadt Oldenburg